Archiv der Kategorie 'Flyer'

Bellinzona: Der Kampf der SBB-Arbeiter geht weiter!

Demo-Bauarbeiter-Officina-2008
Bauarbeiter und SBB-Arbeiter aus Bellinzona demonstrieren Anfang April 2008 gemeinsam im HB Zürich.
En avril 2008 les travailleurs du batiment et ouvriers Officine des manifestaient ensemble à Zurich.

Flyer als pdf auf Deutsch, Spanisch, Serbokroatisch und Französich:
Flyer-Officina-im-Kampf-Baudemo-Nov-15

Aus Protest gegen das Verhalten des SBB-Managements besetzten am 13. Oktober 2015 rund 200 Arbeiter der SBB-Werkstätte in Bellinzona das Regierungsgebäude. Die Tessiner Regierung sicherte ihnen Unterstützung zu und stellte in einem Brief an SBB-Boss Meyer fest, der aktuelle Auftragsrückgang könnte gegen die von der SBB unterzeichneten Verträge verstossen. Eine sehr diplomatische Formulierung!
2014 hat sich die SBB vertraglich verpflichtet, in den nächsten 5-7 Jahren für eine mit den Vorjahren vergleichbare Auftragslage in der Officina Bellinzona zu sorgen. Waren es 2012 noch 470‘000 jährliche Arbeitsstunden, so sanken diese danach auf 430‘000. Inzwischen sind es inzwischen nur noch etwa 400‘000 und für die Zukunft ist ein weiterer Rückgang auf 300‘000 geplant.
Wir erinnern uns: Im März 2008, zur gleichen Zeit als auch die Bauarbeiter für ihre Rechte kämpften, verhinderten die SBB-Arbeiter in Bellinzona mit einem 33-tägigen Streik die drohende Schliessung ihrer Werkstätten. Seither findet ein Kleinkrieg zwischen der SBB-Führung und der Officina-Belegschaft statt, der inzwischen bereits sieben Jahre dauert. Das Doppelspiel der SBB-Verantwortlichen ist stets dasselbe: Getroffene Vereinbarungen werden nicht eingehalten und man schaut, wie die Belegschaft darauf reagiert. Bereits vor vier Jahren gab es einmal den Versuch, der Officina im grösseren Stil Aufträge zu entziehen. Auf den massiven Protest der Arbeiterversammlung hin wurden diese sogleich zurückgegeben.
Auch diesmal setzen sich die Arbeiter im Industriewerk Bellinzona zur Wehr. Am 3. November 2015 versammelte sich um die Mittagszeit nahezu die gesamte Belegschaft in der legendären „Pittureria“ und stimmte einer Resolution zu, worin das Verhalten der SBB-Spitze als Provokation bezeichnet wird, für deren Folgen, welche auch immer das sein mögen, sie die Verantwortung zu tragen habe.
Erneut kämpfen die Bauarbeiter und die SBB-Arbeiter in Bellinzona zur gleichen Zeit für ihre Rechte. Das ist nicht zufällig, denn es ist der gleiche Kampf gegen die Versuche der Unternehmer und ihrer Manager, die Krise ihrer Wirtschaft auf dem Buckel der Arbeiterinnen und Arbeiter auszutragen.
Vernetzen wir die einzelnen Kämpfe! Gemeinsam sind wir stärker!

Bellinzone: la lutte des ouvriers CFF continue!
13 octobre 2015 : afin de protester contre le comportement du management des CFF environs 200 travailleurs des ateliers CFF de Bellinzone ont occupé le bâtiment du gouvernement.
Suite à cette action le gouvernement tessinois constate dans un courrier à Meyer – chef des CFF – le gouvernement tessinois constate que le recul du volume de commande des Officine di Bellinzona pourrait contredire les engagements que les CFF avais pris en 2014. Ces derniers s’étaient engagés à garantir le maintien du volume des commandes pendant 5 à 7 ans. En 2012, ce volume représentait 470 000 heures de travail. Aujourd’hui, il n’en représente plus que 400 000. Pour les années qui viennent, la baisse devrait se poursuivre jusqu’au seuil de 300 000 heures.
Pour rappel: En mars 2008 – déjà en période de lutte pour les travailleurs du bâtiment – les ouvriers CFF avait empêché la fermeture de leurs ateliers par une grève de 33 jours. Depuis, une petite guerre a lieu entre la direction des CFF et le personnel des Officine car la direction joue un double jeu: D’une part elle ne respecte pas les accords trouvés; d’autres part elle observe comment les ouvriers réagissent. Il y qua- tre ans, la direction avait déjà tenté de retirer une grande partie des commandes aux Officine. Il aura fallu la mobilisation des salariés pour faire reculer la direction.
Cette fois encore les salariés doivent se défendre. Le 3 novembre 2015, ils se sont réunis en assemblée dans la lé- gendaire “Pitureria” pour voter une résolution. Les ouvriers ont critiqué les provocations de la direction des CFF et l’ont d’ores et déjà rendu responsable des éventuelles réactions et mesures de lutte que prendront peut-être les travailleurs. Une fois de plus, les travailleurs du bâtiment et les ouvriers des CFF luttent en même temps pour leurs droits. Ce n’est pas un hasard: il s’agit d’une même lutte contre les entreprises et leurs managers qui cherchent à faire payer la crise aux salariées et salariés.
Mettons nos luttes en réseau. Ensemble nous sommes plus fort.

Streik in der Wäscherei in Marsens (Fribourg)

Seit dem Freitag, 6. März 2015 streiken die Arbeiter*innen der Wäscherei von Marsens. Die Wäscherei ist heute in den Händen des Kantons, so sind die Arbeits- und Lohnbedingungen noch nach dem Personalgesetz (Loi sur le personnel) des Kantons Fribourg organisiert. Im Vergleich zu den Arbeitsbedingungen in privaten Unternehmen der Branche handelt sich um relativ gute Bedingungen.

In Marsens werden die Wäsche der Spitäler von Riaz und Fribourg, der Psychiatrie von Marsens und unterschiedlicher Alters- und Behindertenheime gewaschen. Im 2013 hatte der Fribourger Regierungsrat noch versichert, die Aktivitäten der Wäscherei auf andere Spitäler und Institutionen auszuweiten. Am 23. Februar 2015 jedoch kündigte er an, die Wäscherei solle an das private Unternehmen Blanchisseries Générales SA (LBG) übergehen. In diesem Betrieb herrschen weit schlechtere Bedingungen: Der Mindestlohn bei LBG liegt bei 3300.- CHF brutto für eine nicht qualifizierte Arbeiter*in, 3460.- CHF für eine semi-qualifizierte Arbeiter*in und 3550.- CHF für eine Gruppenverantwortliche. Für einen Grossteil der Arbeiter*innen der Wäscherei in Marsens würden sich die Lohneinbussen auf über 1000.- CHF monatlich belaufen. Zudem würden die Arbeitsbedingungen verschlechtert werden: Arbeitszeiterhöhung, Verringerung der Ferientage, Verschlechterung der Rentenbedingungen.

Der Verkauf an LBG wurde noch nicht offiziell vollzogen. Es handelt sich also um einen präventiven Streik. Die 15 Arbeiter*innen fordern, dass sie beim definitiven Verkauf der Wäscherei am privaten LBG vom Kanton in eine Stelle mit den gleichen Arbeits- und Lohnbedingungen wie bei der aktuellen Stelle übernommen werden. Erst wenn der Fribourger Regierungsrat auf diese Forderung eingeht sind die Arbeiter*innen bereit, den Streik abzubrechen und auf Verhandlungen einzugehen.

Die Stimmung am Streikposten war am Montag, 9. März relativ positiv. Seit Streikbeginn wird der Lastwagen blockiert, in dem die frische Wäsche geladen ist und in den Spitälern und Institutionen verteilt werden soll. Zudem ist am Montag ein Chauffeur früh rausgefahren, um die dreckige Wäsche des Spitals Riaz einzusammeln, ohne sie jedoch mit der frischen Wäsche zu ersetzen. Der Streikende erklärte: „Wir müssen einen minimalen Druck aufsetzen können und zeigen, dass diese Wäscherei nur unter guten Arbeitsbedingungen funktionieren kann.“

Die Arbeiter*innen werden bedingungslos von der Fribourger Sektion der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes vpod unterstützt. Die Streikbedingungen sind aber nicht sehr einfach: Die Streikenden sind in ihrer Wäscherei isoliert. Im gleichen Gebäude arbeiten zwar noch Leute in der Nahrungsvorbereitung für die Spitäler und Institutionen, die sich mit den Streikenden solidarisiert haben, aber kaum in einen Solidaritätsstreik treten werden. Doch die Erzälung einer Arbeiterin, die seit über 35 Jahren in der Wäscherei arbeitet, gibt Kraft: „In der Wäscherei herrschte vorher keine gute Stimmung, es gab viele Konflikte. Seit der Regierungsrat aber angekündigt hat, die Wäscherei zu privatisieren, sind wir uns bewusst geworden, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Das hat uns zusammengebracht und jetzt kämpfen wir alle zusammen, bis auf unsere Forderung eingegangen wird.“

Bis jetzt hat sich der Regierungsrat aber geweigert, die Arbeiter*innen in eine entsprechende Stelle einzugliedern. Damit handelt er gegen das Personalgesetz, welches den Transfert bei Stellenstreichungen in einem kantonalen Betrieb vorsieht. Und so wird der Streik weitergeführt. Am 10. März versammelten sich zur Mittagszeit ca. 100 solidarische Personen vor der Fribourger Staatskanzlei, um gegen die Entscheidung des Regierungsrates zu protestieren und um den Forderungen der streikenden Arbeiter*innen Nachdruck zu verleihen.

Die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes vpod ruft zu einer weiteren Demonstration auf, um die Streikenden weiterhin zu unterstützen und den Druck auf den Fribourger Regierungsrat zu erhöhen. Diese Demo wird am Samstag, 14. März 2015 um 14.00 Uhr stattfinden. Treffpunkt: Vorplatz des alten Bahnhofs (Ancienne Gare) in Fribourg.

Solidarität mit den streikenden Arbeiter*innen der Wäscherei in Marsens!
Solidarität mit allen Arbeiter*innen!

Filmvorführung zum Arbeitskampf bei INNSE (Mailand) in Bern

INNSE-Bern Film
INNSE-Film Zürich

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Presentazione a Bellinzona: Le lotte operaie oggi in Svizzera

Siete cordialmente invitati/e

Sabato 31 gennaio 2015 alle ore 16.30
presso la sede di via Convento 4 a Bellinzona

Incontro e dibattito aperto con i militanti della
Rete lotte operaie

Officina

L’evoluzione del rapporto tra lavoratori e capitale nell’era del liberismo globale. L’isolamento dei focolai di resistenza. La sterilità conflittuale e il collaborazionismo delle grandi dirigenze sindacali. Nuove rivendicazioni di base e revisionismo politico di fronte alla precarizzazione estrema. Che elementi ha portato lo storico sciopero delle Officine FFS di Bellinzona ? Come raccoglierne il testimone ?

Kampf gegen die Sparmassnahmen in Luzern

Demo Lernende Luzern

„Heißer Herbst in Luzern“, war der Titel eines Artikels in der Boulevardzeitung „Blick am Abend“ vom 2. November 2014. Was war passiert? Bereits im Sommer war aus Regierungskreisen durchgesickert, dass ein weiteres Sparpaket und auch ein Budget mit massiven Kürzungen in der November/Dezember-Session durchgedrückt werden sollten. Seit 2012 schreibt der Kanton Luzern chronisch rote Zahlen, da eine Politik der tiefen Steuern auf die kapitalistische Krise traf. Folge dieser leeren Kassen des Kantons sind jährliche Sparbemühungen.
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